Rückblick auf ein verlorenes Land

Studien und Skizzen zur Literatur der DDR

Erscheint Ende Juli 2019

  • Das Buch
  • Die Daten
  • Die Autoren
  • Inhaltsverzeichnis

Leonore Krenzlin und Dieter Schiller sind Literaturhistoriker, unter anderem Spezialisten für die Literatur des 20. Jahrhunderts. Und sie sind ein Ehepaar. Sie stellen in diesem Auswahlband ihre Überlegungen zur Literatur und zur Kulturpolitik  des Landes vor, in dem sie lebten und arbeiteten. Dabei geht es vor allem um das Schaffen einzelner Autoren wie Arnold Zweig, Stefan Heym, Christa Wolf, Volker Braun, Wolf Biermann, Hermann Kant und viele mehr. Aber auch kulturpolitische Ereignisse wie das Formalismus-Plenum oder die Bitterfelder Bewegung werden behandelt. Die Arbeiten bestechen durch aufschließende, in die historische Entwicklung eingebettete Betrachtungen, durch gründliche archivalische Recherche – und durch ihre Lesbarkeit. Die Thematik umfaßt den Zeitraum von vor dem Beginn der DDR bis über ihr Ende hinaus, so dass sich das Buch wie eine eigene Art von Literaturgeschichte liest.

 

ISBN 978-3-96611-000-6 • Gransee 2019 • EE-Reihe Bd. 22 • 15 x 22 cm • 536 Seiten • Paperback • 34 Euro

 

Leonore Krenzlin und Dieter Schiller zählen zu den renommiertesten Literaturwissenschaftlern der DDR und waren beide am Zentralinstitut für Literaturgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR tätig. Daneben können beide auf zahlreiche (bzw. bald zahllose) Veröffentlichungen, Vorträge, Rezensionen, Vorwörter, Nachwörter, Konferenzbeiträge etc. vor allem zur Literatur des 20. Jahrhunderts, zur DDR-Literatur und zu Goethe zurückblicken.

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Statt eines Vorworts:
• Leonore Krenzlin: DDR-Literatur – Streitpunkt gestern und heute. (Aus einem Vortrag, 2004)

I. Remigranten
• Dieter Schiller: Anna Seghers’ Publizistik zwischen Exil und Heimkehr. (Vortrag, 1997)
• Leonore Krenzlin: »Man kehrt trotzdem nicht in die Fremde zurück.« Die ersten Briefe von Johannes R. Becher nach dem Exil. (Studie, 2012)
• Dieter Schiller: Der unbequeme Ja-Sager. Arnold Zweigs Jahre in der DDR. (Ein Aufsatz, 1998)

II. Die frühen Jahre
• Leonore Krenzlin: Die Einführung eines kunstpolitischen Argumentationsmodells Das Formalismus-Plenum von 1951. (Studie, 1989/2019)
• Dieter Schiller: Arnold Zweig in der Akademie der Künste. (Studie, 1993/2000)
• Leonore Krenzlin: Engagierte Literatur in der DDR? Probleme und Polemiken. (Konferenzbeitrag, 2013)
• Dieter Schiller: Die Krise vor dem Mauerbau. Zu Büchern von Christa Wolf und Fritz Rudolf Fries. (Konferenzbeitrag, 1989)
• Leonore Krenzlin: Franz Villons kleiner Bruder. Der junge Biermann in der DDR 1953-1965. (Studie, 2015/2019)

III. Bitterfeld und die Folgen
• Leonore Krenzlin: Soziale Umschulung und neuer Lebensstil. Der »Bitterfelder Weg« und ein Blick auf Brigitte Reimann (Eine Recherche, 1998)
• Leonore Krenzlin: Braun, die Braunkohle und das Ethos der Produktion. Zum gesellschaftlichen Kontext des Schauspiels »Die Kipper« von Volker Braun. (Vortrag, 2006)
• Leonore Krenzlin: Faust im Produktionseinsatz? DDR-Variationen im Umgang mit der Klassik. (Konferenzbeitrag, 2002)
• Leonore Krenzlin: Gegenwart und Utopie. Brechts »Büsching«-Fragment und »Moritz Tassow« von Peter Hacks. (Vortrag, 2009)
• Leonore Krenzlin: Vom Jugendkommunique zur Dichterschelte. (Konferenzbeitrag, 1990)

IV. Die Themen und die Ärgernisse
• Dieter Schiller: Ein ungedrucktes Buch als Ärgernis. Stefan Heyms Roman »Der Tag X« und die Parteiprominenz der SED 1960-1965. (Eine Recherche, 2003)
• Dieter Schiller: Stefan Heyms Roman über den 17. Juni (»Fünf Tage im Juni«). (Konferenzbeitrag, 1990)
• Dieter Schiller: Phantasie und Alltag. Thesen. (Entwurf für eine Studie, 1979)
• Dieter Schiller: Nahe Spielwelt der Phantasie. Zu Irmtraud Morgners Roman »Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz«. (Rezension, 1975)
• Dieter Schiller: Phantastische Erfindungen in erzählerischer Fülle oder Philosophie für Nichtfachleute. Zum Roman »Amanda« von Irmtraud Morgner.(Rezension, 1983)
• Leonore Krenzlin: Phantastische Umwege in den historischen Raum. Zu Anna Seghers »Sonderbare Begegnungen«. (Konferenzbeitrag, 2000)
• Dieter Schiller: Plenzdorfs neue Leiden. (Eine Notiz, 1973)
• Dieter Schiller: Ein Ort hinter den Bergen. Über Erich Köhlers neuen Roman. (Entwurf für eine Rezension, 1977)
• Dieter Schiller: Der Narr und sein König. Notizen zu Martin Stades Gundling-Roman. (Vorstudie für einen Aufsatz, 2001)

V. Rezensorische Betrachtungen
• Leonore Krenzlin: Sarah Kirschs »Die ungeheuren bergehohen Wellen auf See«. (Rezension, 1974)
• Leonore Krenzlin: Peter Hacks. Lieder, Briefe, Gedichte. (Rezension, 1975)
• Dieter Schiller: Volker Brauns »Notate«. (Kurzrezension, 1975)
• Leonore Krenzlin: Christa Wolf: Unter den Linden. (Rezension, 1975)
• Dieter Schiller: Auf Vorgänge orientiert und farbig im Detail. Die Geschichte von Tristan und Isolde neu erzählt von Günter de Bruyn. (Rezension, 1975)
• Leonore Krenzlin: Der Krott oder Das Ding unterm Hut. Erzählung von Erich Köhler. (Rezension, 1977)
• Dieter Schiller: Zu Erwin Strittmatters »Selbstermunterungen«. (Beitrag zu einer Umfrage, 1982)
• Leonore Krenzlin: Egon Günther: Reitschule. (Rezension, 1983)
• Dieter Schiller: Bei der Lektüre von Stefan Heyms »Nachruf« notiert. (Antwort auf eine Umfrage, 1990)

VI. Rückfragen an die Literatur
• Leonore Krenzlin: Der »Ostkrieg« in der DDR-Belletristik. (Vortrag, 2001)
• Dieter Schiller: Alltag, Widerstand und jüdisches Schicksal. Aspekte der Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich in der literarischen Öffentlichkeit der SBZ und frühen DDR. (Konferenzbeitrag, 1993)
• Leonore Krenzlin: Der erwartete und der unerwartete Ruhm der Brigitte Reimann. Nachdenkliches über das Leben, Lieben und Schreiben einer Schriftstellerin. (Eine Rede, 2013)
• Leonore Krenzlin: »Ich war kein politisierender Literat, sondern ein politischer Mensch«. Autorstimme und Figurentod in Hermann Kants Nachwendeerzählung »Kormoran«. (Aufsatz, 2014)
• Leonore Krenzlin: Literarische Kritik in politischen Verhältnisssen. Zur Rezeption von Hermann Kants Werken in Deutschland. (Studie, 2014)

Statt eines Nachworts
• Dieter Schiller: Antwort auf einige Fragen eines Bundesdeutschen zur DDR-Literatur. (Ein langer Brief, geschrieben 1990/1995)

 

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